Schlaflied


Das Rascheln der Blätter, Reste des verblasenen Frühlings und Sommers,
unter den rastlosen Schritten, die meine Füsse wie von selbst forttragen
läutet, Kirchenglockenalarm, das Vergehen

meiner und deiner Lebenszeiten


Papperlapapp
ruft der Specht
pocht auf sein Recht
nach totesfreier Lebendigkeit


Der Wind kreuzt
den nächsten Atemzug
und läuselt
„Alles in Ordnung. Das Schwinden der Zeit ist deine eigene Illusion im Leben.“


Still kitzelt die Sonne
das rechte Ohrläppchen
gnädig, wärmend
strahlt milde lächelnd bis in tieflandschaftliche Enge der Brust
„Spiel mir das Lied vom Leben.“, bittet das Kind,
was sich vorm Einschlafen fürchtet

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